Welchen wirtschaftlichen Beitrag leistet der Radverkehr tatsächlich? Diese Frage ist politisch relevant, methodisch aber bislang nur schwer einheitlich zu beantworten. Mit dem Projekt MehrwertRad entwickelt MCube Consulting deshalb einen Bewertungsansatz, der den gesamtwirtschaftlichen Nutzen von Radmobilität und Fahrradwirtschaft systematisch erfassen soll.
Das Projekt läuft von Juli 2026 bis April 2027 und wird vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert. Projektträger ist das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) während MCube Consulting die Durchführung und Koordination übernimmt. Unterstützt wird das Vorhaben dabei durch die fachliche Expertise und die Netzwerke des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten und gleichzeitig praxistauglichen Methodik. Dabei soll Radverkehr nicht nur als Verkehrsleistung betrachtet werden. Auch die wirtschaftliche Bedeutung der Fahrradbranche und weitere gesamtwirtschaftliche Effekte des Radverkehrs werden in die Bewertung einbezogen.
MCube Consulting entwickelt dafür einen konsistenten Bewertungsrahmen, der unterschiedliche Wirkungsbereiche zusammenführt und transparent macht, welche Annahmen und Datengrundlagen hinter den Ergebnissen stehen.
Ein wichtiger Bestandteil ist dabei der Austausch mit Akteur*innen aus Praxis und Fahrradwirtschaft. Die Expertise von ADFC und ZIV hilft, die Methodik eng an realen Fragestellungen auszurichten und relevante Daten, Perspektiven und Anwendungsfälle frühzeitig einzubeziehen.
Für Kommunen, Länder und den Bund stellt sich regelmäßig die Frage, welchen Nutzen Investitionen in unterschiedliche Mobilitätsformen erzeugen. Beim Radverkehr werden Effekte bislang häufig getrennt betrachtet oder nur teilweise monetär erfasst.
MehrwertRad soll hier eine belastbarere Grundlage schaffen. Ziel ist nicht, politische Entscheidungen auf eine einzelne Kennzahl zu reduzieren. Vielmehr sollen wirtschaftliche Zusammenhänge nachvollziehbarer werden und damit besser in strategische, planerische und finanzielle Entscheidungen einfließen können.
Der entwickelte Ansatz soll deshalb so gestaltet werden, dass er auch über das konkrete Projekt hinaus nutzbar ist. Denkbar sind Anwendungen in politischen Strategien, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen oder der Bewertung von Maßnahmen und Investitionen im Radverkehr.
Für MCube Consulting steht bei MehrwertRad insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Methodik und konkreter Anwendung im Mittelpunkt. Komplexe Wirkungszusammenhänge werden so aufbereitet, dass sie für Verwaltung, Politik und weitere Akteur*innen tatsächlich nutzbar werden.
Bis zum Projektabschluss im April 2027 entsteht damit nicht nur eine Analyse des wirtschaftlichen Werts von Radmobilität. Entwickelt wird vielmehr ein übertragbarer Bewertungsansatz, der künftig dazu beitragen kann, den Stellenwert des Radverkehrs im Mobilitätssystem fundierter zu beurteilen.

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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!
Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.
Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können.
Was passiert im Stadtteil?