MCube auf der re:publica 2026: Mobilität im Innovationsmaschinenraum Deutschlands

Vom 18. bis 20. Mai 2026 war MCube auf Europas größter Digital- und Gesellschaftskonferenz vertreten – und mittendrin statt nur dabei.

Der gemeinsame Auftritt der Cluster

MCube hat den Gemeinschaftsstand der Cluster- und Campus-Initiativen des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mitorganisiert. Unter dem Leitmotiv „Deutschlands Innovationsmaschinenraum“ präsentierten sich erstmals 21 Initiativen gemeinsam. Der Stand entwickelte sich über die drei Veranstaltungstage hinweg zu einem zentralen Treffpunkt für Austausch, Vernetzung und Diskussionen – und zu dem Ort, wo brennende Probleme unseres Landes gelöst werden.

Ziel des gemeinsamen Auftritts war es, sichtbar zu machen, wie Innovation in Deutschland konkret entsteht – durch vernetzte Innovationsökosysteme, die Wissenschaft, Wirtschaft, Start-ups, Politik und Gesellschaft zusammenbringen. Im Mittelpunkt stand die Botschaft: Deutschlands Innovationskraft existiert längst – sie bleibt jedoch häufig unsichtbar. Die beteiligten Cluster und Forschungscampus zeigten auf der re:publica, wie aus wissenschaftlicher Exzellenz konkrete gesellschaftliche Anwendungen entstehen: von neuen Therapieansätzen und Frauengesundheit über Wasserstofftechnologien, Quantensensorik und energieeffiziente KI bis hin zu nachhaltiger Mobilität und maritimen Zukunftstechnologien.

Deutschland abgehängt? Im Gegenteil.

Während auf der re:publica 2026 viel über KI und die großen Tech-Hyperscaler aus den USA gesprochen wurde, haben wir gemeinsam mit 21 Innovationspionieren aus ganz Deutschland gezeigt, was Deutschland wirklich kann. Besonders deutlich wurde dabei die enorme thematische Bandbreite der beteiligten Cluster und Forschungscampus. Gerade diese Vielfalt machte den gemeinsamen Auftritt besonders wirkungsvoll und zeigte, wie breit die Zukunftsthemen in Deutschlands Innovationsökosystemen inzwischen aufgestellt sind.

MCube auf der Bühne

Ein besonderer Höhepunkt des gemeinsamen Auftritts war die Session „Der Innovations-Maschinenraum Deutschlands: 11 Pioniere live auf einer Bühne“ am 19. Mai – vor rund 400 Gästen und moderiert von unserem Geschäftsführer Oliver May-Beckmann.

Eröffnet wurde die Bühne von Dr. Alexandra-Gwyn Paetz, Abteilungsleiterin Technologische Souveränität & Innovation am BMFTR, die die Bedeutung regionaler Innovationsökosysteme für den Wohlstand und die technologische Souveränität Deutschlands hervorhob – und darauf hinwies, wie wichtig der Schulterschluss zwischen Spitzenforschung, Wirtschaft und Gesellschaft dafür ist.

Auch unsere Co-Direktorin und TUM-Vizepräsidentin Jeanne Rubner brachte es auf der Bühne eindrucksvoll auf den Punkt – mit drei Thesen, die den Kern dessen treffen, wofür MCube steht:

Tiefe statt Hype. Gesellschaftliche Innovation entsteht nicht allein aus schnellen Ideen. Sie braucht Grundlagenforschung, technologische Exzellenz und Menschen, die über Jahre an schwierigen Fragen arbeiten.

Übersetzung statt Silos. Eine gute Idee verändert noch nichts. Entscheidend ist die Fähigkeit, Forschung in Anwendung zu übersetzen – gemeinsam mit Startups, Industrie, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Genau dafür entstehen in Deutschland neue Innovationsökosysteme.

Vertrauen. Technologie wird erst dann gesellschaftliche Innovation, wenn Menschen sie verstehen, mitgestalten und ihr vertrauen können. Gerade bei KI, Medizin oder Mobilität braucht Fortschritt gesellschaftliche Legitimation. Deshalb müssen Universitäten auch öffentliche Orte sein: Orte des Dialogs, der Beteiligung und der Auseinandersetzung.

Den Mitschnitt der Session gibt es hier: „Der Innovations-Maschinenraum Deutschlands: 11 Pioniere live auf einer Bühne“

Mit dem erstmaligen gemeinsamen Auftritt auf Europas größter Digital- und Gesellschaftskonferenz ist es gelungen, die Sichtbarkeit der Cluster- und Campus-Initiativen deutlich zu erhöhen und den Innovationsstandort Deutschland als vernetztes, handlungsfähiges Ökosystem zu präsentieren. Die re:publica 2026 wurde damit nicht nur zur Bühne für technologische Innovationen, sondern auch für ein neues Verständnis von Zusammenarbeit, Transfer und Zukunftsgestaltung in Deutschland.

Was bleibt

Deutschland gilt im globalen Wettbewerb oft als zu langsam. Wer genauer hinschaut, sieht jedoch ein hochpräzises Innovationssystem, das neue Ideen nicht nur ankündigt, sondern konsequent in die Umsetzung bringt. Die re:publica 2026 hat das gezeigt – und MCube war dabei.

Über die Cluster- und Campus-Initiativen des BMFTR

Die Cluster- und Campus-Initiativen des BMFTR bündeln wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Perspektiven. Gemeinsam bilden sie den Innovationsmaschinenraum Deutschlands und tragen dazu bei, Forschung schneller in Anwendung und Wirkung zu überführen. Für die beteiligten Cluster markiert der gemeinsame Auftritt einen wichtigen Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Denn während oft über die Innovationsfähigkeit Deutschlands diskutiert wird, zeigte die re:publica vor allem eines: Viele Lösungen entstehen bereits heute – in den Innovationsmaschinenräumen des Landes.

Jetzt die nächsten Mobilitätsinnovationen für Metropolregionen entwickeln. Miteinander. Möglich. Machen.

Im Rahmen einer Community of Practice kamen 2025 regelmäßig Vertreter*innen verschiedener Kommunen zusammen, um sich zu einer sinnvollen Praxis mit städtischen Daten für nachhaltige Mobilität auszutauschen.

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Wie lassen sich Fragen gerechter Mobilität gemeinsam erforschen und gestalten? Das Seminar „Planning for Mobility Justice“ an der TU München beleuchtet unterschiedliche Perspektiven Rund um das Thema Mobilitäts(un)gerechtigkeit.

Wie lassen sich Mobilitätsinnovationen verantwortungsvoll gestalten – und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es dafür?

5.000 Gäste, viele Einblicke: Der Sustainability Day der TUM machte nachhaltige Innovation erlebbar.

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Elektrisch, autonom, vernetzt: Die Logistikbranche steht vor einem großen Wandel. Bei der MCube Speaker Series im Deutschen Museum wurde diskutiert, wie diese Zukunft Realität werden kann.

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.