Veränderungen im Straßenraum sind ein zentraler Bestandteil der Mobilitätswende: Neue Busspuren, Fahrradstraßen oder die Entwicklung neuer Quartiere verändern, wie Menschen sich in der Stadt bewegen und wie öffentliche Räume genutzt werden.
Doch bei jeder Veränderung stellt sich eine wichtige Frage: Was bedeuten neue Verkehrsführungen und Straßenraumgestaltungen für Feuerwehr und Rettungsdienst?
Bisher konnten mögliche Auswirkungen häufig erst nach der Umsetzung bewertet werden – etwa ob sich Einsatzwege verändern, bestimmte Strecken schwieriger passierbar werden oder neue Herausforderungen für Rettungsdienste entstehen.
Genau hier setzt rescuePY an: ein Software-Tool, das im MCube-Innovationsprojekt DatSim 2.0 entwickelt wurde. Projektleiter Fabian Schuhmann zeigt im Video zu rescuePY, wie Datenanalysen und agentenbasierte Simulationen genutzt werden können, um Auswirkungen von Mobilitätsmaßnahmen auf Feuerwehren und Rettungsdienste bereits vorab zu untersuchen.
Mit rescuePY lassen sich verschiedene Szenarien digital abbilden und analysieren: Wie verändert sich die Erreichbarkeit bei einer neuen Verkehrsführung? Welche Auswirkungen können neue Straßenraumaufteilungen haben? Und wie lassen sich Mobilitätsmaßnahmen so gestalten, dass Sicherheit und Einsatzfähigkeit weiterhin gewährleistet bleiben?
Ob Busspur, Fahrradstraße, neues Quartier oder veränderte Verkehrsführung – Städte können unterschiedliche Varianten durchspielen und eine zusätzliche Datengrundlage für ihre Entscheidungen schaffen.
rescuePY zeigt, wie Simulationen nicht nur für die Verkehrsplanung eingesetzt werden können, sondern auch für kritische Bereiche urbaner Mobilität. Indem mögliche Auswirkungen frühzeitig sichtbar werden, können Zielkonflikte besser erkannt und gemeinsam mit relevanten Akteuren bearbeitet werden.
Das schafft:
Mit rescuePY zeigt DatSim 2.0, welches Potenzial digitale Werkzeuge für die Stadtentwicklung haben: Sie helfen dabei, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen und Veränderungen im urbanen Raum vorausschauend zu gestalten.
Denn eine erfolgreiche Mobilitätswende bedeutet nicht nur, neue Wege zu ermöglichen, sondern auch sicherzustellen, dass Städte jederzeit handlungsfähig bleiben.
rescuePY ist als webbasiertes GIS- und Analysewerkzeug entwickelt, das speziell auf Fragestellungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und kommunaler Verkehrsplanung ausgerichtet ist. In einer gemeinsamen Kartenoberfläche können relevante Informationen zum Straßennetz, zu Einsatzbereichen, Standorten, Routen und Planungsvarianten zusammengeführt und ausgewertet werden.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Möglichkeit, reale Einsatzfahrten mit eigens entwickelten Datenloggern aufzuzeichnen. Diese Fahrdaten können anschließend in rescuePY importiert, visualisiert und analysiert werden. Dadurch entsteht eine belastbare Datengrundlage, um Einsatzwege, Fahrzeiten, wiederkehrende Engstellen oder Veränderungen im Verkehrsraum besser zu verstehen.
Neben der Auswertung realer Fahrten können mit rescuePY auch Bereichsfolgen berechnet und unterschiedliche Einsatzszenarien simuliert werden. So lässt sich untersuchen, welche Gebiete von welchen Standorten aus erreicht werden können, wie sich neue Verkehrsführungen auf Einsatzzeiten auswirken oder welche Folgen bestimmte Maßnahmen im Straßenraum für Feuerwehr und Rettungsdienst haben könnten.
Besonders ist dabei der offene und souveräne Ansatz: rescuePY basiert auf Open-Source-Frameworks und wird selbst als Open-Source-Software entwickelt. Die Anwendung kann auf eigenen Servern betrieben werden, sodass hochsensible Einsatzdaten nie die eigenen vier Wände verlassen müssen. Das schafft Transparenz, Nachvollziehbarkeit und digitale Souveränität. Kommunen und Feuerwehren behalten die Kontrolle über ihre Daten, ihre Infrastruktur und die Weiterentwicklung des Systems.
Im Hintergrund steht ein moderner, skalierbarer Softwarestack, der Datenverarbeitung, Geodatenanalyse, Simulation und Webvisualisierung miteinander verbindet. Dadurch kann rescuePY sowohl für konkrete operative Fragestellungen als auch für strategische Planungsprozesse genutzt werden: von der Analyse einzelner Einsatzfahrten bis zur Bewertung zukünftiger Mobilitätsmaßnahmen.
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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!
Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.
Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können.
Was passiert im Stadtteil?