Neue Publikation: Wie urbane Experimente Mobilitätszukünfte mitgestalten

Städte setzen zunehmend auf urbane Experimente, um Mobilitätstransformationen sichtbar und erlebbar zu machen. Forschende des MCube Forschungsprojektes ReMIX untersuchen in ihrer Studie zwei Beispiele aus München: das Testfeld „TEMPUS“ für autonomes Fahren und den Digitalen Zwilling München zur Visualisierung neuer Fahrradinfrastruktur.

Beide Projekte dienen dazu, mögliche Zukunftsszenarien nicht nur technisch zu testen, sondern auch öffentlich zu vermitteln – etwa durch reale Begegnungen mit autonomen Fahrzeugen oder durch 3D-Visualisierungen geplanter Straßenräume. Die Autor:innen beschreiben dies als „techniques of futuring“, die bestimmte Mobilitätsvisionen greifbar und plausibel erscheinen lassen. 

Die Studie identifiziert dabei drei zentrale Mechanismen: Zukunftsbilder sichtbar machen („picturing“), Städte organisatorisch und infrastrukturell vorbereiten („preparing“) sowie Öffentlichkeit und Politik überzeugen („persuading“).

Gerade digitale Zwillinge und Reallabore besitzen laut der Analyse eine starke performative Wirkung, weil sie komplexe Veränderungen emotional und anschaulich vermitteln können. Gleichzeitig betont die Studie die Notwendigkeit kritischer Reflexion: Urbane Experimente sind nie neutral, sondern bedürfen gewisser Ressourcen und bevorzugen oft bestimmte technologische Zukunftsbilder gegenüber alternativen Vorstellungen nachhaltiger Mobilität. Deshalb brauche es frühzeitige und echte Beteiligung der Öffentlichkeit, damit urbane Transformation nicht nur technisch innovativ, sondern auch demokratisch gestaltet wird. 

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Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.