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MOSAIQ ist eines von neun Projekten der zweiten Phase des Forschungsclusters MCube – dem „Münchner Cluster für die Zukunft der Mobilität in Metropolregionen“. Der Cluster aus über 80 Partner*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung unter Leitung der Technischen Universität München wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.  

MOSAIQ steht für „Mobilität und Stadtklima im Zukunfts-Quartier“. Im Projekt befasst sich unser Team mit der Gestaltung lebenswerter Quartiere in München. Wir wollen innovative und ganzheitliche Ansätze entwickeln, um die Mobilität, das Stadtklima und die Aufenthaltsqualität in Quartieren nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit Bürger*innen und lokalen Akteur*innen entstehen so Lösungen, die den öffentlichen Raum lebendiger und zukunftsfähiger machen sollen. 

Das Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt:  

  • 2025: Start der Beteiligung und von Forschungsformaten  
  • 2026 und 2027: Zeitlich begrenzte, testweise Umsetzung einzelner gemeinsam entwickelter Ideen im öffentlichen Straßenraum  
  • 2027: Auswertung des bisherigen Prozesses und Ausblick  

Genauere Infos zum zeitlichen Ablauf findet Ihr hier.

Im Innovationsprojekt MCube MOSAIQ setzen wir uns dafür ein, gemeinsam mit der Bürgerschaft und weiteren lokalen Akteur*innen Quartiere zu Orten zu machen, die den Herausforderungen des Klimawandels und der urbanen Mobilität im knappen öffentlichen Raum gerecht werden. 

Dabei setzt das Innovationsprojekt folgende Schwerpunkte: 

  • Verbesserung der Mobilität für alle: Einfacher und sicherer unterwegs – zum Beispiel zu Fuß, mit dem Rad oder durch geteilte Mobilitätsangebote, die den Alltag erleichtern. 
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität: Mehr Orte, die zum Verweilen und Wohlfühlen einladen – für eine gesteigerte Lebensqualität im Quartier. 
  • Anpassung an stadtklimatische Veränderungen: Mehr Begrünung – für kühlere Sommertage, sauberere Luft und zum Schutz vor den Folgen von Starkregenereignissen. 
  • Zukunftsgerechte Verteilung des Straßenraums: Mehr Platz für alle – zum Spazieren, Aufhalten oder für begrünte Begegnungsorte im Quartier. 
  • Stärkung der Gemeinschaft: Neue Treffpunkte und Möglichkeiten, die Nachbarschaft besser kennenzulernen und mitzugestalten 

Diese Schwerpunkte verbindet folgendes: 

Der Platz in Städten ist begrenzt. Deswegen legen wir den Fokus auf ganzheitliche Ansätze zur Verbesserung von Mobilitätslösungen, zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und zur Reduzierung der Auswirkungen von sommerlicher Hitzebelastung und Starkregenereignissen. So machen wir unsere Stadtviertel zukunftsfest. Das bedeutet, dass sich Quartiere an das sich ändernde Klima anpassen werden und so auch in Zukunft lebenswert bleiben.  

MCube ist der „Münchner Cluster für die Zukunft der Mobilität in Metropolregionen“. Als Transfer- und Anwendungscluster entwickeln wir gemeinsam mit über 80 Partner*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft skalierbare Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Der Cluster steht unter der Leitung der Technischen Universität München (TUM) und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Im Fokus stehen zentrale Mobilitätsthemen wie autonomes Fahren, Elektromobilität, smarte Infrastrukturen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die lebenswerte Umgestaltung des öffentlichen Raums. 

Umsetzung im Quartier

Am 7. Juni 2024 hat der Stadtrat beschlossen, dass sich die Landeshauptstadt München als Projektpartnerin an den MCube Projekten der zweiten Förderphase beteiligt (Sitzungsvorlage 20-26 / V 13183), er hat somit der Durchführung des Innovationsprojektes MCube MOSAIQ zugestimmt.  

Die Verortung des Innovationsprojektes MCube MOSAIQ in den Stadtbezirken Schwabing-West und Moosach wurde von den zuständigen Bezirksausschüssen beschlossen. Der Bezirksausschuss Schwabing-West hat in der Vollversammlung vom 12. Mai 2025 beschlossen, mit dem Innovationsprojekt MCube MOSAIQ zusammenzuarbeiten. Der Bezirksausschuss Moosach hat in der Vollversammlung vom 16. Juni 2025 die Durchführung beschlossen.   

Die Umgriffe in den Bezirken Schwabing-West und Moosach, also die genauen Bereiche, in denen MCube MOSAIQ aktiv sein wird, wurden vom Projektteam unter Berücksichtigung anderer Vorhaben in München und anhand durch das Projektteam festgelegter fachlicher Kriterien ausgewählt. Auswahlkriterien waren unter anderem: 

  • Das Quartier ist kein Neubaugebiet. 
  • Das Quartier hat eine gute ÖPNV-Anbindung. 
  • Es besteht ein erhöhter Bedarf an Maßnahmen, die das Quartier an stadtklimatische Veränderungen anpassen. 
  • Es besteht ein erhöhter Bedarf für die Verbesserung der Mobilität für alle.  

Außerdem war ein wichtiges Kriterium, dass die Bezirksausschüsse MCube MOSAIQ unterstützen und bereit sind, das Innovationsprojekt inhaltlich mitzugestalten.  

In MCube MOSAIQ werden zeitlich begrenzt und testweise einzelne Ideen umgesetzt. Die Ideen entstanden 2025 gemeinsam mit Anwohner*innen und weiteren lokalen Akteur*innen im Ideenforum. Alle, die im Projektquartier wohnen, arbeiten oder wirken, waren eingeladen, ihre Ideen für die Projektgebiete einzureichen. Anschließend entwickelten Bürger*innen mit der Unterstützung von Expert*innen Projektskizzen aus den eingereichten Ideen.

Eine Jury aus Mitgliedern aus den Bezirksausschüssen, örtlichen Vertretungen und Fachleuten aus der Verwaltung in den Bereichen Stadtplanung, Stadtklima und Mobilität wählte im Dezember 2025 die drei vielversprechendsten Vorschläge je Quartier aus. Sie wurden vom Projektteam für die Genehmigung vorbereitet und weiterentwickelt und in Abstimmung mit dem Bezirksausschuss ab Sommer 2026 für bis zu etwa einem Jahr umgesetzt. 

Die Umsetzungsorte im Quartier wurden in einem mehrstufigen Prozess festgelegt. Grundlage für die Entscheidung sind: 

  • eine fachliche Analyse des Quartiers (anhand von Leitfragen wie zum Beispiel „Wo ist es besonders heiß?“), 
  • Gespräche mit dem Bezirksausschuss und weiteren Interessensvertretungen im Quartier,  
  • Rückmeldungen aus der Bürgerschaft,  
  • Regeln für die Genehmigung und Vorgaben durch Rettungswege etc. 

Es werden zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Verbesserung von Mobilität, Aufenthaltsqualität und Klima umgesetzt.

Die konkreten, aus der Bürgerschaft heraus im Ideenforum entwickelten Maßnahmen unterscheiden sich je nach Quartier. In Moosach sind ab Sommer 2026 zeitlich begrenzt an der Kreuzung Nanga-Parbat-Straße / Hugo-Troendle-Straße / Karlingerstraße ein Begegnungsort mit mehr Begrünung und in der umliegenden Wohnsiedlung sichere Querungsmöglichkeiten entstanden. In Schwabing-West entstanden am neu gestalteten Apianplatz (Ecke Clemensstraße / Apianstraße) und in der Fallmerayerstraße zeitlich begrenzt Orte mit mehr Begrünung, Aufenthaltsqualität und einer verbesserten Verkehrssicherheit. Mehr Informationen zu den Umgestaltungen findet Ihr hier:

Der Aufbau ist schrittweise ab Mitte Juli 2026 bis zum Schulstart im September 2026 erfolgt. Das schrittweise Vorgehen war nötig, weil Genehmigungen, Abstimmungen und logistische Abläufe eine zeitliche Staffelung erforderten. Ein winterfester Umbau der Maßnahmen sowie Anpassungen und Erweiterungen im Jahr 2027 sind vorgesehen.

Innerhalb des Innovationsprojektes werden Maßnahmen zeitlich begrenzt für mehrere Monate bis zu einem Jahr – abhängig von den gemeinsam entwickelten Ideen – umgesetzt. Dabei wird das Projekt fortlaufend wissenschaftlich begleitet. Anschließend können Empfehlungen für eine dauerhafte Umsetzung nach dem Innovationsprojekt ausgesprochen werden, zum Beispiel dass erfolgreiche Ideen und Maßnahmen erneut errichtet und langfristig erhalten bleiben. Eine Weiterverwendung von Möbeln und Material nach Projektende ist uns wichtig. Alle aufgestellten Möbel und Begrünungselemente können – sofern sie nicht beschädigt sind – in anderen Projekten weitergenutzt werden. 

Eine dauerhafte Umsetzung im Rahmen des Projektes ist nicht vorgesehen. Diese kann basierend auf Empfehlungen aus dem Projekt nach Abschlusses des Projektes angestrebt werden, benötigt aber einen eigenen Planungs- und Genehmigungsprozess. 

Im Projekt MOSAIQ werden Maßnahmen zeitlich begrenzt umgesetzt, um gemeinsam mit allen Beteiligten – Wissenschaft, Stadtverwaltung, lokale Wirtschaft und Stadtgesellschaft – Lösungen für wichtige Zukunftsfragen zu erarbeiten.  

Eine zeitlich begrenzte Umsetzung hat einige Vorteile: 

  • Flexibles Testen: Mit zeitlich begrenzten Maßnahmen können wir unterschiedliche Lösungsansätze erproben und anpassen. So beobachten wir konkret, wie Veränderungen das Quartier und das Zusammenleben der Menschen beeinflussen. Dadurch erfahren wir, was gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind, bevor wir etwas dauerhaft einführen. Falls eine Maßnahme nicht den gewünschten Effekt hat, kann sie einfach wieder zurückgebaut werden.
  • Veränderung probeweise sichtbar machen: Zeitlich begrenzte Maßnahmen schaffen Gesprächsanlässe, weil sie räumliche Veränderung testweise sichtbar machen. Der direkte Austausch im Quartier ermöglicht es, persönliche Erfahrungen zu teilen, anstatt nur theoretisch über „was wäre, wenn“ zu spekulieren. Dadurch erreichen wir auch Menschen, die sich in anderen Beteiligungsprozessen oft nicht einbringen. Dieser Austausch unterstützt uns, gemeinsam mit Bürger*innen und lokalen Akteur*innen Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen möglichst vieler gerecht werden. 

Eine zeitlich begrenzte Umsetzung hat auch dauerhafte Wirkungen: 

  • Wirksame Erfahrungen und Daten: Die Daten, Erfahrungen und Erkenntnisse der testweisen Umsetzung sind wichtig für zukünftige Planungen – in den beiden Projektquartieren, aber auch darüber hinaus. Denn das gewonnene Wissen kann auch auf andere Quartiere übertragen werden.
  • Politische Impulse: Auf Basis der Erfahrungen aus den zeitlich begrenzten Maßnahmen können wir wichtige Impulse für die Politik geben und Veränderungen anstoßen. So können wir die Weichen für dauerhafte Verbesserungen stellen. 

Nach dem Aufbau der temporären Umgestaltungen sind kleine Anpassungen möglich, zum Beispiel, um Beschädigungen zu beheben oder wenn Anwohner*innen Dekorationen vornehmen möchten.
Euch ist eine Beschädigung aufgefallen oder Ihr habt eine Gestaltungsidee? Dann kommt zu unseren Quartiersgesprächen, nutzt die Telefonsprechstunde und Feedbackkarten oder wendet Euch gern per Mail oder über unsere Webseite an uns.

Die temporären Umgestaltungen bleiben auch im Winter erhalten. Sie werden jedoch so angepasst, dass sie witterungsfest sind und auch eine Schneeräumung möglich ist.

Bei MCube MOSAIQ handelt es sich um ein Innovationsprojekt, in dem neue Lösungen umgesetzt und untersucht werden sollen. Deshalb soll auch beobachtet werden, ob und wie temporäre  Umgestaltungen in kälteren Monaten funktionieren. Dazu gibt es bisher kaum Daten und Erkenntnisse.

Die Gestaltung der Objekte folgt den Kriterien von Ressourcenschonung, Modularität und Zerlegbarkeit, auch um eine bestmögliche Wiederverwendbarkeit zu ermöglichen. So stammen eine Vielzahl der Möbel bereits aus vorherigen Projekten unter Beteiligung der Landeshauptstadt München und wurden für MOSAIQ entsprechend aufbereitet. Im September 2027 werden die Maßnahmen wieder abgebaut. Danach sollen die eingesetzten Möbel und Objekte nach Möglichkeit für weitere Projekte und Aktionen genutzt werden.

Es gibt vor Ort zusätzliche Mülleimer, die regelmäßig geleert werden. In offen zugänglichen Kisten werden zudem Kehrschaufeln und Müllzangen platziert, um kleinere Verschmutzungen direkt entfernen zu können. Wir laden alle ein, sich gemeinsam mit dem Projektteam zu beteiligen, den Platz möglichst sauber zu halten. Bei Bedarf organisieren wir auch gemeinsame Müllsammelaktionen, um so möglichst viele Personen zu animieren und zu sensibilisieren, die Orte sauber zu halten. Beispielsweise gab es im August 2026 am neu gestalteten Apianplatz eine solche Müllsammelaktion.

Grundsätzlich gelten selbstverständlich auch für die temporär umgestalteten Flächen die öffentlichen Ruhezeiten (von 22 bis 7 Uhr). Auf diese wird vor Ort hingewiesen. Es gibt außerdem Angebote, bei denen die Nutzung der Maßnahmen besprochen wird, um so ein gutes Miteinander zu schaffen. Um die Situation zu beobachten, wurden zudem Lärmmessungen beauftragt. Sollte es dennoch zu Problemen oder erheblichen Beeinträchtigungen kommen, können sich Anwohner*innen an das Projektteam wenden. Kommt zu unseren Quartiersgesprächen, nutzt die Telefonsprechstunde und Feedbackkarten oder wendet Euch gern jederzeit per Mail oder über unsere Webseite an uns.

Ja, die Durchfahrt für die Müllabfuhr und Feuerwehr ist sichergestellt.
Ein externes Verkehrsplanungsbüro hat eine sogenannte Schleppkurvendarstellung erstellt.
Hierbei wurde berechnet, wie viel Platz Müllabfuhr und Feuerwehr benötigen, um weiterhin alle Orte erreichen zu können. Diese Berechnung diente als Grundlage für die Genehmigung der Umsetzung.

Die temporäre Umgestaltung an der Ecke Clemensstraße / Apianstraße geht zurück auf eine Projektskizze, die von Bürger*innen gemeinsam mit Fachleuten ausgearbeitet wurde. Die Projektskizze basiert auf den im Ideenforum eingereichten Ideen und sah die Aufwertung der Grünfläche und der Umgebung sowie Fahrradparkplätze entlang der Clemensstraße vor.
Am Apianplatz wird die Aufenthaltsqualität derzeit durch viele überall abgestellte Fahrräder und Verunreinigungen beeinträchtigt. Die Gehwegbreiten im Bereich Clemensstraße werden durch parkende PKWs, die bis in den Gehwegbereich hineinragen, reduziert. Geordnete Fahrradparkplätze und eine Radreparaturstation sollen die Freifläche entlasten. Zusätzliche Mülleimer sollen zur erhöhten Sauberkeit der Grünfläche beitragen.
Um zu verhindern, dass der Boden verdichtet und so die Wasseraufnahme beeinträchtigt wird, gibt es nur an den Randbereichen der Grünflächen temporäre Aufbauten. Auf der Grünfläche selbst werden Liegestühle zur Verfügung gestellt, um die Fläche und den Schatten nutzbar zu machen.

Informieren und Mitmachen

Über wichtige Schritte im Innovationsprojekt werdet Ihr per Post oder bei Veranstaltungen informiert. Zusätzlich könnt Ihr Euch hier auf der Projektwebseite oder in Eurem Quartier an den Dialogpunkten informieren.

In verschiedenen Formaten könnt ihr auf vielfältigen Wegen an MCube MOSAIQ mitwirken – jeder Beitrag ist wichtig. Hier findet Ihr einen Überblick zu den Beteiligungsangeboten.  

Konkret an den neu gestalteten Flächen ist es so: Diese dienen primär den Anwohner*innen und Besucher*innen und sollen von diesen genutzt werden. Die Flächen stehen aber auch allen anderen zur Verfügung. Das Projektteam organisiert regelmäßig kleine Aktionen vor Ort (zum Beispiel einen Radreparatur-Workshop). Außerdem wird es bald auch Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Wie wollen wir in Zukunft in der Stadt leben? Diese Frage geht uns alle an. MCube MOSAIQ lebt von der Beteiligung aller im Quartier. In verschiedenen Formaten könnt ihr auf vielfältigen Wegen wirken – jeder Beitrag ist wichtig. Gemeinsam können wir Lösungen entwickeln, die möglichst vielen unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort gerecht werden.  

Die grundlegenden Nutzungsregeln hängen vor Ort aus. Es gelten die allgemeinen Ruhezeiten (von 22 bis 7 Uhr) und Verhaltensregeln für den öffentlichen Raum.

Generell steht die Nutzung allen Menschen zur Verfügung. Auch kleine Treffen oder Workshops sind möglich, solange diese nicht kommerziell sind und den allgemeinen, öffentlich geltenden Regeln entsprechen.

Forschen

In MOSAIQ interessiert uns, wie wir urbane Mobilität und öffentlichen Raum im Quartier so gestalten können, dass wir den wachsenden Herausforderungen in der Stadt gemeinsam und gerecht begegnen können. 

Zum Beispiel wollen wir wissen:  

  • Wie beeinflussen die umgesetzten Maßnahmen Wahrnehmungen (zum Beispiel vom Klima und der Aufenthaltsqualität), Akzeptanz, Verhalten (wie Mobilität und Raumnutzung) und das Miteinander der Menschen im Quartier?  
  • Wie nehmen die Menschen im Quartier den Beteiligungsprozess wahr?  
  • Lassen sich Veränderungen, zum Beispiel im Mikroklima und im Verkehr, messen? 
  • Welche Bausteine (zum Beispiel Begegnungsorte, Lastenradsharing, Begrünung) sind bei der Umsetzung der Maßnahmen oder Maßnahmenbündel besonders wichtig – und für wen?  
  • Welche Aufteilung des öffentlichen Raums nehmen Bürger*innen als gerecht wahr? 
  • Welche Prozesse und Voraussetzungen sind für die erfolgreiche Umsetzung nötig? 
  • Wie können wir das Gelernte auf andere Quartiere übertragen und weiterentwickeln? 

In MOSAIQ erheben wir Daten mit einem Mix von Methoden durch Befragungen, Zählungen und die Betrachtung der Beteiligung rund um die Umsetzung und werten diese mit wissenschaftlichen Methoden aus. Daraus können Empfehlungen für die dauerhafte Gestaltung der Projektquartiere abgeleitet werden. Die Ergebnisse tragen nicht nur zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn bei, sondern wirken auch auf weiteren Ebenen: Zivilgesellschaft, Wirtschaft sowie Verwaltung und Politik. 

1. Bürgerschaftliches Engagement  

Uns ist wichtig, dass das Engagement von Bürger*innen und Initiativen gefördert wird. Es gibt bereits viele Angebote und Ideen in München, wie Ihr Euch in die Gestaltung Eurer Stadt einbringen könnt. Diese tragen wir in MOSAIQ für Euch zusammen. Außerdem bieten wir Workshops an, um weiteres Wissen aus vielen Disziplinen zu sammeln, weiterzugeben und Bündnisse zu bilden.  

2. Unternehmen  

Wir testen, welche Chancen das Zukunfts-Quartier für neue Geschäftsmodelle birgt. Diese testen wir einerseits mit Unternehmen und Start-Ups, die es bereits gibt, wie zum Beispiel mit unseren Projektpartner evhcle, Climateflux und VePa. Andererseits schauen wir uns an, welche Ideen für neue Unternehmen entwickelt werden können. Unterstützt werden wir dabei durch UnternehmerTUM.    

3. Verwaltung und Politik   

Uns interessiert, wie Stadt- und Quartiersentwicklung langfristig von den Erkenntnissen aus MOSAIQ profitieren kann. Dazu gibt es einen Austausch mit Münchner Akteur*innen aus dem Bereich Stadtgestaltung und Mobilität, aus der Wissenschaft, der Stadtverwaltung und der Politik. Die Ergebnisse und Erkenntnisse teilen wir auch mit anderen Städten in einem überregionalen Städteforum.  

In MOSAIQ erheben wir Daten mit einem Mix von Methoden durch Befragungen, Zählungen und die Betrachtung der Beteiligung rund um die Umsetzung und werten diese aus. Neben klassischen Forschungsmethoden nutzen wir auch partizipative Formate, bei denen sich alle einbringen können. Einen Überblick über die Forschungsformate findet Ihr hier. 

Die so erhobenen Daten werten wir sorgfältig nach wissenschaftlichen Methoden aus und gewinnen daraus Erkenntnisse. Die Ergebnisse teilen wir mit Euch. Wichtige Erkenntnisse bringen wir auch direkt zurück ins Quartier, zum Beispiel bei Ausstellungen oder Gesprächen, bei denen wir die Ergebnisse mit den persönlichen Eindrücken der Menschen vor Ort spiegeln. Andere Auswertungen benötigen mehr Zeit.  

Wissenschaft hilft uns dabei, unsere Welt besser zu verstehen. Dabei gibt es verschiedene Prinzipien, an denen sich Wissenschaft orientiert, damit auch Außenstehende nachvollziehen können, wie Ergebnisse zustande kamen und wie sie einzuordnen sind. Dazu gehören zum Beispiel Unvoreingenommenheit, Nachvollziehbarkeit und Transparenz. Außerdem ist wichtig, dass Forschende prüfen, ob ihre Ergebnisse das messen, was sie messen sollen (Validität), ob auch andere Personen zu diesen Ergebnissen gelangen können (Objektivität), ob sie diese Ergebnisse wiederholt erzielen können (Reliabilität) und ob die Ergebnisse Kritik standhalten können. 

Das Ziel von Forschung ist es, neues Wissen zu gewinnen, Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen. Dazu werden Fragestellungen systematisch untersucht, Daten gesammelt und ausgewertet. Damit tragen Forschende dazu bei, dass wir zukünftige Herausforderungen besser meistern können – weil wir besser verstehen, was auf uns zukommt, und wir wir damit umgehen müssen. Forschung beschreibt also den Prozess, wie wir zu neuen Erkenntnissen kommen.  

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Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.