Rückblick auf Speaker Series #9 – Der Sprung der künstlichen Intelligenz in unseren Alltag (Mai 23)

Wie radikal wird KI unser aller Leben, unsere Städte und unsere Mobilität verändern? 

Am 25. Mai 2023 haben wir uns zusammen mit Expertinnen und Experten mit genau dieser Fragen auseinandergesetzt. Mit Impulsen aus der Stadt-, Praxis- und Wissenschaft Perspektive, wurden Ideen und Vorstellungen für die Rolle von künstlicher Intelligenz innerhalb des städtischen Kontextes für die nahe Zukunft diskutiert. 

KI-Technologien bieten immense Chancen für unsere Gesellschaft und Arbeitswelt, besonders im Bereich der urbanen Mobilität. Unsere Städte werden immer dichter besiedelt und die Anforderungen an die Verkehrssysteme steigen. Die Integration von KI ermöglicht eine effizientere Verkehrsplanung und -steuerung. Durch die Analyse von Echtzeitdaten können Verkehrsströme optimiert und Staus reduziert werden.Zudem eröffnet KI die Möglichkeit zur Integration autonomer Fahrzeuge in den Verkehr. 

Aber wie können wir sicherstellen, dass KI verantwortungsbewusst und ethisch eingesetzt wird? Und welche Auswirkungen hat die Integration von KI auf unsere Gesellschaft und wie können wir uns darauf vorbereiten? 

Unsere erste Speakerin Dr. Laura Dornheim gab als IT-Referentin und Chief Digital Officer (CDO) der Stadt München per Video einen Einblick in die KI in der Verwaltung. Sie betonte, dass KI eine prominente Zukunft innerhalb der Verwaltung der Stadt München hat und gab Beispiele, wie das aussehen könnte: Bürger*innen sollen in naher Zukunft in “natürlicher Sprache” statt im “Behörden-Deutsch” mit Verwaltungen kommunizieren können. 

Das viel diskutierte Thema der Digitalisierung fand auch in dieser Speaker Series ihren Platz und wurde im Kontext der Verbesserung der Stadtplanung besprochen. Zum Beispiel kann KI in der Luftbilder-Auswertung oder für die Befüllung von Verkehrsdatenlücken unterstützen.

„Stadt München soll digital souverän sein.“

 Dr. Laura Dornheim 

Prof. Dr. Johannes Betz und Prof. Dr. Jochen Hartmann der Technischen Universität München haben in ihren jeweiligen Impulsen vor allem über KI-gestützte Mobilitätssysteme und Smart Cities berichtet. Prof. Dr. Betz arbeitet und forscht im Bereich autonome Fahrzeugsysteme und gab einen Einblick in die Fortschritte der KI beim autonomen Fahren. Ergänzend arbeitet und forscht Prof. Dr. Hartmann im Bereich Digital Marketing und zeigt auf, wie KI dieses Themenfeld jetzt schon und in Zukunft beeinflusst. Des Weiteren wurde digitales Marketing mit KI-Einfluss anhand des MCube Projektes Wies’n Shuttle dargestellt. Chatbots wie ChatGPT und OpenAI werden eine immer größere Rolle in unserem Leben und Mobilität in der Stadt spielen. 

“Wir sind viel näher am autonomen Fahren im innerstädtischen Kontext als viele glauben.”

Prof. Dr. Johannes Betz

Als letzter Speaker zeigte Tobias Glaß, Strategiemanager für vernetzte und autonome Mobilität der Stadtwerke München, in seinem Impuls, wie die Stadtwerke und die MVG KI in zukünftige Projekte integrieren wollen.  

„Autonomes Fahren ermöglicht sichere und effiziente Straßen-Nutzung.“

Tobias Glaß

Über unsere Referenten:

  • Dr. Laura Dornheim: Chief Digital Officer der Landeshauptstadt München
  • Prof. Dr. Johannes Betz: Professur für autonome Fahrzeugsysteme der TUM
  • Prof. Dr. Jochen Hartmann: Professur für Digital Marketing der TUM
  • Tobias Glaß: Strategiemanager für vernetzte und autonome Mobilität, Stadtwerke München
  • Dr. Stefanie Lämmle: Leiterin Competence Center für Künstliche Intelligenz im InnovationLab des IT-Referats, Landeshauptstadt München

Vielen Dank für die Impulse und Diskussionen. Ein besonderes Danke an Münchens innovativen Brückenbauer Munich Innovation Crew & MUCBOOK Magazin für die Gastfreundschaft.

“Zukunft der Mobilität” ist eine Vortragsreihe von MCube – Munich Cluster for the future of Mobility in Metropolitan Regions Technische Universität München, openLAB Urban Mobility.

Miteinander – Möglich – Machen

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.