Rückblick auf SpeakerSeries #19 - Der Automobile Mensch (April 25)

Warum wir lernen sollten, Baustellen zu feiern – und Mobilität endlich faktenbasiert und gemeinsam zu gestalten

Ein Blick auf Best-Practice-Beispiele aus der gesamten DACH-Region zeigt: Es geht auch anders.

Unser Filmabend am 29. April 2025 im proppenvollen Munich Urban Colab war ein voller Erfolg: Über 150 Interessierte kamen zur Vorführung von Der automobile Mensch – Irrwege einer Gesellschaft und mögliche Auswege, dem aktuellen Dokumentarfilm des Raumplaners und Regisseurs Reinhard Seiß.
Darin seziert Seiß messerscharf unser Mobilitätsverhalten – und entlarvt die Mythen rund um ÖPNV, Radinfrastruktur und unsere Fixierung aufs Auto. Ob Flächenverbrauch, Feinstaub oder Ressourcenschonung: Laut Seiß ist die Realität unbequem – und der notwendige Wandel komplex.

Gemeinsam mit der „Inspiration & Talk“-Reihe des Munich Urban Colab und unserer MCube Speaker Series „Zukunft der Mobilität“ haben wir nicht nur den Film gezeigt – sondern im Anschluss auch in einem spannenden Panel diskutiert:

  • Warum fällt der Verzicht aufs Auto so schwer?
  • Wieso reicht technologischer Wandel allein nicht aus?
  • Und wie kommen wir aus der „Mobilitätsfalle“ heraus?

Ein großes Dankeschön an Isabel Strehle vom Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München für das leidenschaftliche Plädoyer, Baustellen und Veränderung als Orte positiven Fortschritts zu feiern – und an Dr. Julia Kinigadner (Science Head MCube) für wertvolle Impulse zur Übertragbarkeit guter Beispiele aus ganz Deutschland.
Ebenso danken wir Sabine Hansky und Oliver May-Beckmann für die Moderation und den gelungenen Abend.

Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Partner von ZUKUNFT NAHVERKEHR – und natürlich an Knalle Popkornditorei für den köstlichen Begleiter zum Film.

Was bleibt, ist eine klare Botschaft:
Die Mobilitätswende gelingt nicht allein durch neue Technologien – sondern durch neues Denken, mutiges Planen und gemeinsames Handeln.

Und der Film? Der hat uns bewegt. Im Kopf – und hoffentlich bald auch auf der Straße.

copyright© Munich Urban Colab / Bert Willer

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.