Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas (Nov. 23)

Warum Mobilitätsgerechtigkeit?

Eine breite Ausrichtung auf Gerechtigkeit fördert soziale Gleichheit, Inklusion und reduziert Konflikte für gesellschaftliche Harmonie. Mobilitätsgerechtigkeit steigert die Akzeptanz und Unterstützung von Projekten. Sie ist entscheidend für nachhaltige Entwicklung, da sie die Nutzung aktiver Verkehrsmittel erhöht und Emissionen reduziert. Eine faire Zugänglichkeit verbessert Bildungs- und Arbeitsfähigkeiten und erfüllt Grundbedürfnisse, was zu höherer Lebensqualität und Zufriedenheit führt.

Hier gehts zum Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas

 

Warum ein Atlas?
Karten spielen eine wichtige Rolle in der Politik und Entscheidungsfindung, da sie klare und transparente Indikatoren bieten, Disparitäten visualisieren und komplexe räumliche Zusammenhänge aufzeigen. Die Nutzung von Karten fördert die aktive Beteiligung der Stakeholder und optimiert die Politikgestaltung für eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft.

Warum ein Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas?
Um Mobilitätsungerechtigkeiten zu bekämpfen, ist der erste Schritt, sie zu identifizieren. Der Mobilitäts-(Un)Gerechtigkeitsatlas zielt darauf ab, die kritischsten Bereiche von Transportarmut hervorzuheben, in denen sozial benachteiligte Gruppen in verkehrsbenachteiligten Gebieten leben.

Was wird im Atlas gezeigt?
Es gibt mehrere Kriterien für soziale und verkehrstechnische Benachteiligungen. Um die repräsentativsten Kategorien auszuwählen, führten wir einen Workshop durch, an dem Vertreter aus der Akademie, der Regierung, Praktiker und Institutionen, die Minderheiten repräsentieren, teilnahmen.

Der Atlas wird Kombinationen von Kategorien zeigen, zum Beispiel: geringe Erreichbarkeit dort, wo ältere Menschen wohnen, geringe Verfügbarkeit dort, wo Migranten wohnen, eine hohe Anzahl von Unfällen dort, wo Familien mit Kindern wohnen.

Erreichbarkeit Beispiel: Geringschätzung der Erreichbarkeit zu Gesundheitsdiensten und wo ältere Menschen wohnen

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Negative Effekte Beispiel: Verkehrsunfälle und Jüngere Bevölkerung 
Verfügbarkeit Beispiel: Radwegverfügbarkeit und Ausländische Bevölkerung 

 

Wie benutzt man den Atlas?
Zusammengefasst kannst du die Tabelle auf kritische Werte überprüfen, bei denen die Werte näher an -100 liegen; je näher sie an -100 sind, desto kritischer ist die Beziehung in München (Schritt 1). Wenn du eine Beziehung findest, kannst du diese in der Zusammenfassungstabelle (Schritt 2) überprüfen und schließlich die benötigte Karte suchen (Schritt 3).

Außerdem zeigen wir einige Beispiele von Nachbarschaftszusammenfassungen in einem Radarplot, zum Beispiel Berg am Laim Ost.

Es wird eine Zusammenfassungskarte bereitgestellt, auf der alle sozial benachteiligten Gruppen und die Verkehrsnachteile überlagert sind.

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.