Newsletter vom November 2023
MGeM: Identifizierung und Bekämpfung von Mobilitäts(un)gerechtigkeiten in der Stadt München
Ein breiter Fokus auf Gerechtigkeit fördert soziale Gleichheit und Inklusion und trägt zur Verringerung von Konflikten für ein harmonisches gesellschaftliches Zusammenleben bei. Mobilitätsgerechtigkeit erhöht die Akzeptanz und Unterstützung für Projekte. Gleichzeitig ist sie entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung, da sie die Nutzung aktiver Verkehrsmittel fördert und Emissionen reduziert. Daher zielt das Pionierprojekt „Mobilitätsgerechtigkeit in Metropolregionen“ darauf ab, Ungerechtigkeiten in der Stadt München zu identifizieren und anzugehen.
Um Ungerechtigkeiten in der Stadt München zu identifizieren und hervorzuheben, hat das Projektteam den Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas für München veröffentlicht. Im Kern versucht der Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas, kritische Fragen zu Mobilitätsungleichheiten in München zu beantworten. Wo gibt es Mobilitätsungerechtigkeiten in München? Wie können wir sie visualisieren? Welches sind die kritischen Bereiche? Durch die Beantwortung dieser Fragen dient der Atlas als wirkungsvolles Instrument im anhaltenden Kampf für eine gerechte und gerechtfertigte Mobilität. Durch die Kombination der Perspektiven verschiedener am Projekt beteiligter Akteur*innen besteht das Hauptziel des Atlas darin, Bereiche der Mobilitätsungerechtigkeit in München zu identifizieren und sichtbar zu machen. Diese Gebiete zeichnen sich durch eine überproportionale Präsenz benachteiligter sozialer Gruppen aus, gekoppelt mit begrenzten Mobilitätsressourcen oder erheblichen negativen Auswirkungen des Verkehrs. Der Fokus auf diese benachteiligten Gruppen hebt die Bedeutung inklusiver Stadtplanung und -politik hervor. Er strebt danach, Entscheidungsträger*innen und Befürworter*innen zu befähigen, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, die gerechte Verkehrslösungen für alle priorisieren.
Das Projektteam lädt alle Interessengruppen ein, den Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas zu erkunden und bei der Suche nach einer inklusiveren und nachhaltigeren urbanen Zukunft mitzuarbeiten:
Mobilitäts(un)gerechtigkeitsatlas: Hier geht’s zum Atlas
Mobilitäts(un)gerechtigkeits-Tool: Hier geht’s zum Tool
Die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden stellt eine wichtige Neuerung des Projekts dar. Quantitative Daten aus dem Atlas/Tool zur Mobilitätsungerechtigkeit und dem Fragebogen werden mit qualitativen Daten aus Microstories-Interviews zu Mobilitätserfahrungen und -wahrnehmungen mit Bürgern in Berg am Laim ergänzt. Diese werden in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen in einem Community-Peer-Review-Prozess in Mobilitätsprofile übersetzt, die in weitere Planungsschritte einfließen können.
Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.
Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.
Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.
Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.
Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?
Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?
Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?
Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick
Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik
Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren
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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!
Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.
Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können.
Was passiert im Stadtteil?