5. Newsletter InterLog (Nov. 23)

Newsletter vom November 2023

InterLog: nachhaltige und effiziente Paketzustellungen

Aktuelle Paketzustellungen in Städten wie München verbrauchen zu viel Platz, zu viel Zeit und sind aufgrund ihrer hohen Emissionen nicht nachhaltig.

Dies wirft die Frage auf, wie Pakete auf der urbanen letzten Meile effizienter zugestellt werden können, erst recht vor dem Hintergrund zunehmender urbaner Verdichtung und der angestrebten CO2-Neutralität.

Im Rahmen des MCube-Projektes untersuchen InterLog, inwiefern Konzepte wie Paketstationen oder Verteilungen mittels Lastenrädern hier eine zentrale Rolle einnehmen und die Zustellung von Paketen verbessern können.

Bei Paketstationen erfolgt die Zustellung dezentral: Kunden holen ihre Pakete direkt ab, was direkte Fahrten von Zustellfahrzeugen zur Haustür reduziert. Bei einer Zustellung über Lastenräder werden in kleinen Verteilzentren innerhalb der Stadt – sogenannte Mikrodepots –Pakete von Lieferfahrzeugen auf Lastenräder verteilt und dann mit diesen zugestellt.

Wird die Zustellung mit solchen Optionen schneller, flexibler und nachhaltiger als direkt mit großen Lieferfahrzeugen?

Um diese Fragen zu beantworten, entwickeln wir im ersten Schritt verschiedene Geschäftsmodelle für die unterschiedlichen Optionen. In einer Simulationsumgebung untersuchen wir hier, ob z.B. eine Paketzustellung über Lastenräder für die Logistikunternehmen profitabel sein kann oder an welchen Stellen es hierbei noch Verbesserungen bedarf.

Darauf aufbauend entwickeln wir einen detaillierten und effizienten Algorithmus, um im Falle von Mikrodepots die optimalen Standorte dieser sowie die Routen der Lastenräder von diesen Depots zu der Zustellung zu identifizieren.

Zudem werfen wir einen ausführlichen Blick in die Mikrodepots: Wie müssen die Abläufe hier gestaltet sein? Wie groß müssen die Depots sein und welches Layout sollte benutzt werden?

Schließlich bauen wir ein Test-Mikrodepot in München und messen hier Geschwindigkeit, Flexibilität und Emissionen der Paketzustellung.

Hiermit möchten wir aufzeigen, wie die urbane Logistik der Zukunft aussehen kann und soll: dezentral, platzsparend und nachhaltig durch die Verwendung von Paketstationen und Lastenrädern statt großer Lieferfahrzeuge.

Zur Projektseite 

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.