1. Newsletter SASIM (Jan. 23)

Newsletter vom 31. Januar 2023

WAS IST SASIM?

Im MCube-Projekt Smart Advisor for Sustainable Integrated Mobility (SASIM) wird ein Vollkostenrechner für Mobilität entwickelt. Bei den Vollkosten werden zusätzlich zu den internen Kosten wie Unterhaltungskosten des Fahrzeugs auch die externen Kosten der Mobilität berücksichtigt, für die der Nutzer nicht direkt zahlt. Dies sind z.B. Kosten für Emissionen oder Unfälle. Anhand der Vollkosten lassen sich Mobilitätsoptionen je nach zeitlichem und räumlichem Kontext im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit bewerten. Im Rahmen des Projekts sollen innovative Ansätze entwickelt werden, die es ermöglichen, mithilfe von Kostentransparenz, Bewusstseinsbildung, sowie planerischen und steuernden Elementen ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu fördern. Ein Fokus hierbei sind preisliche Anreize, wozu passende Szenarien für ein ganzheitliches, dynamisches System zur Bepreisung anhand der Vollkosten erstellt und simuliert werden sollen.

WAS HABEN WIR ERREICHT?

  • Der methodische Ansatz und die Analyse der externen Kosten des Verkehrs in München sind hier veröffentlicht.
  • Außerdem wurde ein erster lokaler Prototyp für den Vollkostenrechner erstellt. Nutzer können hier für gewählte Routen die Vollkosten verschiedener Verkehrsmittel vergleichen und sich den Grad der Nachhaltigkeit durch ein leicht verständliches Ampelsystem (Mobi-Score) anzeigen lassen.

WAS IST GEPLANT?

  • Aktuell wird eine Onlineversion des Prototyps erstellt. Diese wird bald für erste Usertests zur Verfügung stehen.
  • Weiterhin wird an einer Mode Choice Umfrage gearbeitet, deren Ergebnisse unter anderem für die Simulation der Szenarien eingesetzt werden sollen.
  • Außerdem laufen wissenschaftliche Arbeiten, die die Dynamik der Vollkosten und deren Wirkungen auf Erreichbarkeit und Mobilitätsverhalten untersuchen.
  • Zudem wird an einem Simulationsmodell für München gearbeitet, das die Auswirkungen einer vollkostenbasierten Bepreisung auf das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger darstellen kann.

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.