Rückblick: MCube auf der IAA MOBILITY 2025 (Sep. 2025)

Sechs Tage, über 1.000 Gespräche: Mobilität gemeinsam erleben

Vom 9. bis 14. September 2025 war MCube mit einem interaktiven, offenen und vielfältigen Programm im Citizens Lab am Marienplatz vertreten – direkt im Herzen der IAA MOBILITY 2025. Unser Ziel war klar: Mobilität nicht nur zu präsentieren, sondern gemeinsam mit Bürger*innen, Politik, Wissenschaft und Unternehmen aktiv zu gestalten.

Gemeinsam Zukunft erlebbar machen

Mit über 30 Partnerorganisationen haben wir gezeigt, wie Mobilitätsinnovationen bereits heute Realität sind – von autonomen Fahrzeugen im Stadtverkehr über datenbasierte Stadtplanung bis hin zu Konzepten für lebenswerte Quartiere. Das Citizens Lab war dabei mehr als eine Messefläche: Es wurde zum Ort des Dialogs, des Experimentierens und des Mitmachens.

Ob bei Live-Demonstrationen, Workshops oder Diskussionsrunden – im Zentrum standen immer die Fragen: Wie sieht nachhaltige Mobilität in München und darüber hinaus aus? Welche Technologien und Konzepte sind entscheidend? Und wie können wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie in die Breite getragen werden?

Unser Programm: Sechs Tage, sechs Themen

Tag 1: Autonomes Fahren

Die Besucher*innen erlebten Live-Demonstrationen autonomer und teleoperierter Fahrzeuge im Münchner Stadtverkehr. Höhepunkt war das autonome Rennfahrzeug der TUM. Außerdem haben wir einen exklusiven Roundtable mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Oberbürgermeister Dieter Reiter und 50 Stakeholdern zur Zukunft autonomer Mobilität veranstaltet.

Tag 2: Sharing & Start-ups

Innovative Sharing-Konzepte, darunter ein Lastenradverleih auf Privatgrund, standen im Fokus. Beim „Ultimate European Start-up Event“ präsentierten Europas Top-10-Mobility-Start-ups ihre Ideen, gefolgt von einem abendlichen Networking mit Akteur*innen aus dem Start-up-Ökosystem.

Tag 3: Forschung

Die Mobilitätsforschung von TUM, Fraunhofer IAO, der Universität der Bundeswehr und weiteren Partnern wurde in einer interaktiven Ausstellung vorgestellt. Bei der Diskussion „State of the Art – Mobilität & Technik“ berichtete MCube Science Director Dr. Julia Kinigadner über aktuelle Trends, ergänzt durch einen Workshop zu Sharing Services und Urban Living.

Tag 4: KI & Daten

Ein Highlight war die Präsentation des Digital Twin der Landeshauptstadt München. Außerdem wurden KI-Anwendungen im Mobilitätskontext vorgestellt und über Straßenexperimente sowie nachhaltige Mobilitätsplanung diskutiert.

Tag 5: Quartiere der Zukunft

Die MCube-Projekte MOSAIQ und WiPa standen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) wurde über nachhaltige Stadtentwicklung und lebenswerte Quartiere diskutiert.

Tag 6: Aktive Mobilität

Der letzte Tag drehte sich um aktive Mobilität: Lastenrad-Sharing mit evhcle, autofreie Bergtouren des DAV-Projekts und die ChargeX Installations-Challenge luden zum Mitmachen ein. Interaktive Formate der Experience Consulting GmbH zeigten, wie aktive Mobilität im Alltag gefördert werden kann.

Unsere Erkenntnisse

Technologie als Enabler: Autonomes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern bereit für den Einsatz im ÖPNV und Güterverkehr. Deutschland will Verantwortung übernehmen und Modellregionen aktiv gestalten.

Beteiligung ist der Schlüssel: In über 1.000 Gesprächen wurde deutlich: Die Menschen wollen mitgestalten. Wenn Veränderung verständlich, transparent und handwerklich gut umgesetzt wird, ist die Bereitschaft groß.

Stadtgestaltung als fehlendes Puzzleteil: Mobilität endet nicht an der Bordsteinkante. Wie wir den öffentlichen Raum nutzen, entscheidet darüber, ob Mobilität nachhaltig, gerecht und lebenswert wird. Dieses Thema braucht mehr Sichtbarkeit – auch auf Messen wie der IAA.

Fazit: München als europäisches Powerhouse für Mobilität

Die IAA MOBILITY wandelt sich und München zeigt, wie Mobilität sektorübergreifend, menschenzentriert und zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Das Citizens Lab war ein offenes Festival für alle – mitten in der Stadt und genau dort, wo Mobilität im Alltag stattfindet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Partnerorganisationen, insbesondere an experience consulting GmbH für die kuratorische Begleitung und an die IBA Metropolregion München für die gemeinsame Gestaltung des Themas „Mobility Empowerment“.

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.