Rückblick auf Speaker Series #21 – „Utopie trifft Realität: Neue Wege der Mobilität und Stadtgestaltung“ (Sep. 2025)

Unter dem Titel „Utopie trifft Realität: neue Wege der Mobilität und Stadtgestaltung“ haben wir am 18.09.2025 im Deutschen Museum Verkehrszentrum gemeinsam mit rund 100 Gästen diskutiert, wie Visionen unsere Städte und Mobilität der Zukunft prägen können.

Der visuelle Utopist Jan Kamensky präsentierte in Kooperation mit der S-Bahn München seine neueste Vision: die Münchner Hackerbrücke aus utopischer Perspektive. Sein Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie Utopien uns helfen, den Status quo kritisch zu hinterfragen und neue Denkanstöße für heute zu gewinnen.

In der anschließenden Diskussion betonte Dr. Sonja Rube (USP Projekte GmbH) die zentralen Aspekte erfolgreicher Transformation:

  • Wandel braucht disruptive Veränderungen und kulturellen Wandel.

  • Öffentliche Räume sind emotionale Transformationsprojekte.

  • Zukunft ist ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess.

  • Partizipation, Co-Kreation und Diskurs sind unverzichtbar.

  • Widersprüche sind eine wichtige Ressource.

  • Transformation erfordert professionelles Management.

Karsten Lang (Deutsche Bahn / S-Bahn München) erinnerte daran, dass große Visionen realisierbar sind: Von der Idee bis zur ersten Fahrt der Münchner S-Bahn vergingen damals nur sechs Jahre – ein Beispiel für gemeinsamen Weitblick und entschlossenes Handeln.

Mareike Schmidt (TUM Urban Design, MCube MOSAIQ) zeigte anhand konkreter Projekte, wie Visionen in die Praxis übertragen werden können. Sie betonte die Bedeutung von Aushandlungsprozessen, um tragfähige Lösungen zu entwickeln und gemeinsame Ziele zu definieren.

Unser Fazit: Visionen entstehen im Miteinander. Durch Beteiligung, Co-Kreation und mutige Entscheidungen können wir sie Schritt für Schritt in Realität verwandeln.

copyright© Matthias Grundei

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.