Nachbarschaftliches Carsharing mit Elektrofahrzeugen im Reallabor
Im Rahmen des Projekts haben wir ein innovatives Carsharing-Modell mit Elektrofahrzeugen unter realen Bedingungen erprobt. Besonderheit des Ansatzes war, dass die Fahrzeuge nicht öffentlich zugänglich waren, sondern ausschließlich von einem festen Kreis aus Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam genutzt wurden.
Ziel war es, eine alltagstaugliche Alternative zum privaten Pkw zu schaffen, die die Vorteile gemeinschaftlicher Nutzung mit dem Komfort eines eigenen Autos verbindet.
Das Reallabor ermöglichte es, das Mobilitätsverhalten der Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum zu beobachten und wertvolle Erkenntnisse über die Akzeptanz und Nutzung gemeinschaftlicher Elektromobilität zu gewinnen.
Langfristiger Feldversuch mit gemeinschaftlich genutzten Elektroautos
Über einen Zeitraum von 18 Monaten stellten wir fünf Elektrofahrzeuge in der Tiefgarage eines Wohnblocks bereit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Fahrzeuge flexibel und kostenfrei nutzen; lediglich die Ladekosten mussten übernommen werden. Im Gegenzug verpflichteten sich die Haushalte, während der Projektlaufzeit auf private Autos zu verzichten.
Durch die kleine und feste Nutzergruppe blieb der Komfort einer individuellen Fahrzeugnutzung weitgehend erhalten, während die Fahrzeuge deutlich effizienter ausgelastet wurden. Begleitend untersuchten wir das Nutzungsverhalten, die organisatorischen Abläufe sowie die Akzeptanz des gemeinschaftlichen Carsharing-Modells im Alltag.
Weniger Autos bei gleichbleibendem Kofort
In Städten wie München stehen viele private Fahrzeuge die meiste Zeit ungenutzt im öffentlichen Raum, während Parkplätze knapp sind und der Verkehrsraum zunehmend belastet wird. Mit dem Projekt „ComfficientShare“ wollten wir untersuchen, ob ein nachbarschaftlich organisiertes Carsharing-Modell eine praktikable und nachhaltige Alternative zum eigenen Pkw darstellen kann.
Ziel war es, die Anzahl privater Fahrzeuge zu reduzieren, ohne dabei den Komfort und die Flexibilität individueller Mobilität einzuschränken. Gleichzeitig erforschten wir, wie Elektrofahrzeuge intelligent in das Stromnetz integriert werden können, um Energiekosten zu senken und Lastspitzen im Netz auszugleichen.
Reallabor im Münchner Stadtteil Nymphenburg
Das Reallabor wurde in einem Wohnblock mit mehr als 280 Wohneinheiten im Münchner Stadtteil Nymphenburg durchgeführt. Der Wohnblock gehört dem Gemeinnützigen Wohnungsverein München 1899 e.V., mit dem wir während des gesamten Projekts eng zusammenarbeiteten.
Die reale Wohnumgebung bot ideale Voraussetzungen, um das Carsharing-Modell unter alltäglichen Bedingungen zu testen und Erkenntnisse für zukünftige nachhaltige Mobilitätskonzepte im urbanen Raum zu gewinnen.
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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!
Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.
Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können.
Was passiert im Stadtteil?