MCube Consulting Studie: Wertschöpfung des ÖPNV im MVV

Problemstellung:

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der in dieser Studie immer den ÖSPV als straßengebundenen Personennahverkehr und den SPNV als schienengebundenen Personennahverkehr unter diesem Begriff ÖPNV umfasst, ist im MVV-Raum ein zentraler Bestandteil der regionalen Mobilität. Auch die jüngsten BEG-Zahlen zur Nutzung der Regionalbahnen und S-Bahnen unterstreichen dies: Demnach sind inzwischen täglich bayernweit 1,3 Millionen Fahrgäste in den Zügen unterwegs. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wert wird jedoch häufig unterschätzt. Vor diesem Hintergrund bestand die Aufgabe darin, die durch den ÖPNV erzeugte Wertschöpfung im MVV – sowohl direkt als auch indirekt – systematisch zu quantifizieren und den Nutzen den entstehenden Betriebskosten gegenüberzustellen. Ziel war es, ein umfassendes, datenbasiertes Bild der ökonomischen Bedeutung des ÖPNV für Städte und Landkreise im MVV zu liefern. Grundlage dieser Kurzanalyse ist die deutschlandweite Studie zur Wertschöpfung des ÖPNV, erstellt in der Kooperation zwischen MCube und der Initiative Zukunft Nahverkehr (ZNV).

Methodik:

Die Analyse basiert auf einer Kombination aus Primär- und Sekundärdaten, insbesondere regionalspezifischen Ergebnissen der Erhebung Mobilität in Deutschland (MiD 2023), amtlichen Statistiken des Bayerischen Landesamts für Statistik sowie wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu externen Kosten. Die Wertschöpfung wurde in drei Kategorien berechnet: direkte und indirekte Branchenwertschöpfung (Kategorie 1), ÖPNV-beeinflusste Wertschöpfungseffekte in Einzelhandel, Tourismus, Immobilien und Pendelverkehr (Kategorie 2) sowie vermiedene externe Kosten (Kategorie 3). Ergänzend erfolgte eine Regionalisierung auf Landkreisebene sowie eine Kostenanalyse, um ein Kosten-Nutzen-Verhältnis abzuleiten.

Ergebnisse:

Die Gesamtwertschöpfung des ÖPNV im MVV beläuft sich im Mittel auf 5,7 Mrd. € pro Jahr. Sie entspricht somit ungefähr der Hälfte der gesamten touristischen Bruttowertschöpfung im MVV-Gebiet oder etwa drei Viertel der Wertschöpfung des Einzelhandels im gleichen Gebiet. Besonders starke Effekte zeigen sich im Bereich Pendeln, wo der MVV deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Der MVV trägt insgesamt zu knapp 8% der deutschlandweiten ÖPNV-Wertschöpfung bei, was die hohe Bedeutung der Region im nationalen ÖPNV-Kontext widerspiegelt. Den jährlichen Betriebskosten von 1,6 Mrd. € steht ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:3,6 gegenüber – jeder investierte Euro erzeugt also fast das Vierfache an wirtschaftlichem Nutzen. Damit wird deutlich, dass ein leistungsfähiger und gut finanzierter ÖPNV nicht nur unverzichtbar für die Mobilität der Region ist, sondern auch zu den wirtschaftlich rentabelsten öffentlichen Investitionen im MVV-Gebiet zählt. Diese ökonomische Wirkung ist jedoch kein selbstverständlicher Zustand, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen, verlässlicher Finanzierung und strategischer Weiterentwicklung des Systems; ohne diese Unterstützung würde die ökonomische und gesellschaftliche Hebelwirkung des ÖPNV mittel- bis langfristig spürbar nachlassen.

 

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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.