MCube Consulting: Wirtschaftlichkeit von E-Car-Sharing im Wohnquartier (Juli 24)

Elektrifizierung im Wohnquartier: Wann sich E-Car-Sharing wirtschaftlich trägt

Die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs gilt als zentraler Hebel für die Mobilitätswende. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob neue Konzepte wie geteilte Ladeinfrastruktur und E-Car-Sharing im Wohnquartier auch wirtschaftlich tragfähig sind. Genau hier setzt die Studie zur Wirtschaftlichkeit für das MCube-Projekt ComfficientShare an: Sie untersucht, unter welchen Bedingungen solche Modelle nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch nachhaltig sind. Ziel der vorliegenden Analyse war es, die Wirtschaftlichkeit verschiedener Geschäftsmodelle systematisch zu bewerten und konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Project Context

Das Projekt wurde im Rahmen von ComfficientShare initiiert und in Kooperation mit der TUM umgesetzt. MCube Consulting wurde beauftragt, die Wirtschaftlichkeitsbewertung durchzuführen und Empfehlungen für zentrale Marktakteure wie Flottenbetreiber, Ladeinfrastrukturbetreiber und Wohnungsunternehmen zu entwickeln.

How the study was conducted

Die Analyse basiert auf einer Kombination aus modellbasierten Berechnungen, empirischen Nutzungsdaten und Experteneinschätzungen. Im Zentrum steht ein detailliertes Berechnungsmodell, das verschiedene Szenarien simuliert und Kosten- sowie Erlösstrukturen abbildet.

Dafür wurden unter anderem Mobilitätsdaten aus realen Nutzungsversuchen, unterschiedliche Preismodelle (pro km, pro Stunde, Abo) und verschiedene Integrationsstufen der beteiligten Akteure berücksichtigt. Ergänzend wurden Interviews mit Branchenexpert*innen geführt, um Annahmen zu validieren und praxisnahe Einblicke zu gewinnen.

Zentrale Ergebnisse

  • Profitabilität ist stark preisabhängig: Ein wirtschaftlicher Betrieb wird im Basisszenario erst ab etwa 0,52 €/km, 3,36 €/h oder rund 337 € pro Monat erreicht.
  • Integration steigert Effizienz: Höhere Integrationsstufen (z. B. All-in-One-Anbieter) senken Kosten und ermöglichen frühere Profitabilität durch Skaleneffekte und reduzierte Schnittstellenkosten.
  • Auslastung ist zentraler Hebel: Eine höhere Fahrzeugauslastung reduziert die notwendige Flottengröße und damit die Betriebskosten deutlich, ohne die Nachfrage zu verändern.
  • Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Nutzerkosten: Während steigende Preise die Profitabilität erhöhen, steigen die monatlichen Kosten für Haushalte nahezu linear.

Empfehlungen für Politik und Praxis

  • Integration fördern: Geschäftsmodelle sollten stärker integriert werden, um Effizienzgewinne zu realisieren und Schnittstellenkosten zu reduzieren.
  • Auslastung gezielt erhöhen: Durch intelligente Preisgestaltung, Kooperationen oder Nachfragebündelung kann die Nutzung verbessert werden.
  • Preismodelle nutzungsgerecht gestalten: Preise müssen wirtschaftlich tragfähig sein, dürfen aber die Zahlungsbereitschaft der Nutzer nicht überschreiten.
  • Wohnungswirtschaft einbinden: Die Integration von Car-Sharing in Miet- oder Nebenkosten kann Nutzungshürden senken und Planbarkeit erhöhen.

Conclusion

E-Car-Sharing im Wohnquartier kann wirtschaftlich tragfähig sein, allerdings nur unter klar definierten Rahmenbedingungen. Entscheidend sind insbesondere Preisniveau, Auslastung und die organisatorische Integration der beteiligten Akteure. Ohne diese Faktoren bleibt das Modell wirtschaftlich fragil.

Further information

Die Studie wurde von MCube Consulting in Zusammenarbeit mit der in-tech GmbH und der Technischen Universität München durchgeführt. Zu den Autor*innen zählen Dr.-Ing. Daniel Schröder, Timo Natemeyer und Benjamin Braun.

Der vollständige Abschlussbericht mit allen Ergebnissen ist hier zum Download verfügbar.

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Easy language

What is MOSAIQ?
Imagine something: There is more space for people. The streets have more trees and plants. Everyone can get around better. That's how your Schwabing-West district could be in the future. How would you like your district to be? We want to talk to you about it!

The project is called MOSAIQ. MOSAIQ is a research∙project. MOSAIQ means: Mobility and urban climate in the future city∙part. The Technical University of Munich is leading the project.

What is MOSAIQ about?
MOSAIQ wants to make the streets in the city∙part more beautiful. People should feel comfortable there. There should be more space. For meetings and plants, for example. You can help decide what is tried out in the Stadt∙teil. The ideas come from you. Some ideas will be tried out on the streets for a certain period of time.
The aim of MOSAIQ is to make urban districts good places to live.
At the same time, the climate in the city should improve. And people should be able to move around the city easily. 

What is happening in the district?

  • In the year 2025:
    The people in the district can participate. They can express their ideas. There are discussions, surveys and meetings. Researchers are also starting their work.
  • In the year 2026:
    Some ideas are tried out.
    They are moved around the streets for a certain period of time.
  • In the year 2027:
    The results are evaluated.
    Consideration is given to how things can continue∙.