14 innovative Projekte für die Zukunft der Mobliität – MCube Phase I 2021 – 2024
Ein Rückblick auf drei Jahre MCube (2021 – 2024) Hier klicken
Nichts fällt uns schwerer, als das eigene Verhalten zu ändern. Darum ist das Thema Mobilitätswende auch so heikel, denn es betrifft jede und jeden. Die Debatten darüber kochen hoch,
oft wird dann auf andere verwiesen: Radfahrer schimpfen auf Autos, Autofahrerinnen auf den ÖPNV, Unternehmen auf die Politik. Ein Miteinander scheint schwierig.
Es war daher nicht wirklich damit zu rechnen, dass wir uns in München alle unterhaken und gemeinsam an einem Strang ziehen würden, um die Mobilität unserer Städte und Regionen zu transformieren. Die Ausgangslage ist klar:
Mobilität ist Schlüssel zur Klimaneutralität und steht im Zentrum der deutschen Wirtschafts- und Innovationsstärke sowie des alltäglichen Lebens aller Menschen.
Gleichzeitig sind die Probleme allen bekannt: Unsere Städte wachsen, der Platz bleibt begrenzt. Luftverschmutzung, überlastete Straßen, Energiekrisen, Soziale Ungerechtigkeit und immer neue Klimaschäden zeigen uns tagtäglich, dass wir dringend umdenken müssen.
Die Fakten dazu liegen auf dem Tisch: Der Verkehrssektor verursacht fast 150 Millionen Tonnen CO2 in Deutschland. Ein durchschnittlicher Linienbus ersetzt bis zu 30 Autos, Radfahren ist emissionsfrei, gesünder und oft schneller, ein E-Auto ist in kurzer Zeit klimafreundlicher als ein Benziner. Die Herausforderung besteht darin, dass wir nicht nur theoretisch wissen, was zu tun ist, sondern auch praktisch handeln müssen. Und das viel schneller.
Darum braucht es ein neues Miteinander. Das passt nicht nur in den Zeitgeist, denn wo früher Wettbewerb der alleinige Treiber für Fortschritt war, ist es in unserer hyperkomplexen Zeit kollektives Handeln.
Genau hier setzt der von der TUM geleitete Zukunftscluster MCube an: Uns eint der gemeinsame Wille, miteinander die Mobilität der Zukunft zu gestalten. MCube ist unsere Plattform, unser Reallabor, kein reiner Think Tank oder Arbeitskreis, sondern eine ganz neue Form echter “Co-CreationBezeichnet einen gemeinsamen Entwicklungsprozess, bei dem verschiedene Akteurinnen und Akteure – etwa Nutzerinnen und Nutzer, Expertinnen und Experten oder Bürgerinnen und Bürger – aktiv an der Gestaltung von Ideen, Produkten oder Lösungen mitwirken.”.
München ist der ideale Nukleus dafür: Deutschlands akademisches Powerhouse mit den besten Universitäten, Europas stärkste Startup-Schmiede an der TUM, eine moderne Verwaltung, Weltklasse-Unternehmen, innovative Startups und eine aktive Zivilgesellschaft – sie alle kommen hier im MCube Cluster im Schulterschluss zusammen, um neue, radikale Mobilitätslösungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Mutig, innovativ, partizipativ und mit gemeinsamer Vision.
Und weißt du was?
Mit jeder guten Idee schwinden die anfangs beschriebenen Debatten. MCube hat die ersten drei Jahre eine ganze Bandbreite solcher Ideen entwickelt und getestet. Wir stellen sie in diesem Heft vor. Ideen, die in über 300 Medienbeiträgen, unzähligen Veröffentlichungen und konkreten Interventionen in der Region sichtbar
geworden sind. Ideen, die den Diskurs geprägt haben.
Das oft genannte Mantra – Mobilität ist ein Minenfeld und wir dürfen den Menschen nicht zu viel zumuten – fällt dabei in sich zusammen, umso mutiger, greifbarer und verständlicher diese Ideen sind. Die Menschen in der Region sind dabei oft schon viel weiter. Sie wissen, dass sich was ändern muss und wird. Und sie haben Lust dazu.
Und das ist gut so. Die Zeit drängt. Lass uns miteinander, mit Lust und Mut unser Mobilitätsverhalten ändern und gemeinsam die Zukunft der Mobilität aus München heraus gestalten – nachhaltig, innovativ, mit technischen und sozialen Innovationen und für alle.
Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.
Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.
Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.
Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.
Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?
Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?
Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?
Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick
Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik
Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren
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Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!
Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.
Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können.
Was passiert im Stadtteil?