Rückblick auf Speaker Series #5 - Zukunft der Mobilität - Zukunft der Quartiere (Sep. 22)

Einmal Utopie und zurück.

Die MCube Speaker Series hat den Abschluss der aqt Summerschool (aqt = Autoreduzierte Quartiere für eine lebenswerte Stadt – eins der 14 MCube Innovationsprojekte) genutzt, und spannende Anregungen, Visionen, Fakten und Ideen für das Quartier der Zukunft vorgestellt. Umsonst und draußen, am 23. September 2022, mitten in der Au, auf einem zentral gelegenen öffentlichen Platz, der normalerweise für 10 Parkplätze ausgewiesen ist. Für einen Tag wurde dieser Platz umgewidmet, eine transportable Fahrradbühne von Green City aufgestellt und der gesamte Raum von TUM-Studierenden in einen Begegnungsort der Zukunft umgestaltet. Der mobile Ausstellungs- und Beteiligungs-Radanhänger von club.loko wurde als Ausstellungsfläche für die Zwischenergebnisse genutzt.

Innerhalb der Summerschool hatten TUM-Masterstudierende verschiedener Disziplinen zwei Wochen lang zwei Quartiere in München erforscht – die Südliche Au und in Giesing am Walchenseeplatz – und in kleinen Interventionen die Meinungen und Haltungen der Anwohner:innen erfragt. Sie wollten wissen: Wie können wir alle zusammen die Stadtquartiere der Zukunft schon heute gestalten?

Über 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Expertinnen und Experten kamen zum Schluss zusammen, um gemeinsam die durchgeführten Straßenexperimente und ihre innovativen Ideen für die Zukunft des Quartiers in der Au und in Giesing zu diskutieren. Die Erkenntnisse dienen als Auftakt zum Austausch hinsichtlich zwei großer Reallabore im kommenden Sommer.

Eingebettet in die MCube Speaker Series „Zukunft der Mobilität“ wurden dabei folgende Fragen aufgeworfen und Themen diskutiert:

x Von „Greater, Greener New York“ bis zum „FreiRAUM Viertel in München“: Elena Schirnding de Almeida (Architektin und Stadtplanerin an der Professur Urban Design der TUM) stellte gegensätzliche Top-Down und Bottom-up Strategien für Veränderungen im öffentlichen Raum dar und ermutigte Studierende als auch Politik, wirklich mehr Mut zur Veränderung aufzubringen.

✳️ „Veränderung beginnt in der Art und Weise, wie wir die Welt sehen!“ Jan Kamensky (Visueller Utopist aus Hamburg) stellte seinen Innovationsansatz mit einzigartigen Animationen vor, in denen er spielerisch die Umwandlung von autogerechten Straßen in menschenfreundliche Orte visualisiert. Seine Vision: Nachdem Betrachter:innen einen Blick auf die kontrastreiche Utopie haben werfen können, kehren sie mit einem geschärften Blick in die Realität zurück – eine Einladung zur Reflexion über die gegenwärtige Situation.

⚒️ „Kommt zu uns! Traut Euch was! Und probiert aus!“ Jörg Spengler und Dr. Uwe Kranenpohl (Bezirksausschuss Vertreter aus der Au und aus Giesing) laden die Studierenden und alle aqt Projektmitarbeitende ein, sich in den beiden Quartieren auszuprobieren, intensiv zu forschen, mit den Bürger*innen gemeinsam den öffentlichen Raum mal experimenteller zu gestalten und dadurch gewohntes Mobilitätsverhalten zu hinterfragen.

Ein ganz großes Danke geht insbesondere an die aqt Summerschool Studierenden. Mit Euch wird die Welt ein bessere: Elias Bradl, Katja Stiefenhofer, Ruike Sun, Jingyi Xu, Julia Carstens, Karolin Scharf, Jodok Kroitzsch, Pauline Sirch, Anne-Sophie Hofmann, Leventcan Er, Julián Sandoval Ávila und Camila Barquero.

Die Lessons Learned aus der ersten MCube Förderphase zeigen, welche Faktoren Projekte wirklich voranbringen – und wo typische Barrieren entstehen.

Transparenz schaffen, Wirkung belegen, Strategien schärfen – der neue Indikatoren-Guide unterstützt genau dabei.

Zum ersten Mal in diesem Format machten sich Studierende auf den Weg in drei Städte Europas. Es ging nach Stockholm, Tallinn/Helsinki und Barcelona.

Diesmal wurden die Mobilität in den Städten Ljubljana, Genua und Utrecht untersucht.

Wie können Mobilitätsdaten und Simulationen Städte lebenswerter machen – und Veränderung sichtbar und begreifbar?

Was haben Brüssel, Lissabon, Mailand und Paris gemeinsam?

Wohin mit Autos, Fahrrädern und E-Scootern – und wie organisieren wir Parkraum fair, effizient und zukunftsfähig?

Der Mobi-Score – Die versteckten Kosten von Mobilität auf einen Blick

Resilienter Wandel zu nachhaltiger Mobilität – Lektionen für eine transformative städtische Mobilitätspolitik

Experimentieren für die Mobilitätswende – Anstöße für Kommunen zum Umgang mit Reallaboren

Leichte Sprache

Was ist MOSAIQ?
Stellt Euch etwas vor: Es gibt mehr Platz für Menschen. Die Straßen haben mehr Bäume und Pflanzen. Alle Menschen können sich besser fort∙bewegen. So könnte Euer Stadt∙teil Schwabing-West in Zukunft sein. Wie wünscht Ihr Euch Euren Stadt∙teil? Darüber wollen wir mit Euch sprechen!

Das Projekt heißt: MOSAIQ. MOSAIQ ist ein Forschungs∙projekt. MOSAIQ bedeutet: Mobilität und Stadt-Klima im Zukunfts-Stadt∙teil. Die Technische Universität München leitet das Projekt.

Worum geht es bei MOSAIQ?
MOSAIQ will die Straßen im Stadt∙teil schöner machen. Die Menschen sollen sich dort wohlfühlen. Es soll mehr Platz geben. Zum Beispiel für Treffen und für Pflanzen. Ihr könnt mit∙entscheiden, was im Stadt∙teil ausprobiert wird. Die Ideen kommen von Euch. Manche Ideen werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen ausprobiert.
Das Ziel von MOSAIQ ist: Die Stadt∙teile sollen gute Orte zum Leben werden.
Gleichzeitig soll das Klima in der Stadt besser werden. Und die Menschen sollen sich gut in der Stadt bewegen können. 

Was passiert im Stadtteil?

  • Im Jahr 2025:
    Die Menschen im Stadt∙teil können mitmachen. Sie können ihre Ideen sagen. Es gibt Gespräche, Umfragen und Treffen. Auch Forscherinnen und Forscher beginnen mit ihrer Arbeit.
  • Im Jahr 2026:
    Einige Ideen werden ausprobiert.
    Sie werden für eine bestimmte Zeit auf den Straßen umgesetzt.
  • Im Jahr 2027:
    Die Ergebnisse werden ausgewertet.
    Es wird überlegt, wie es weiter∙gehen kann.